20. Mai 2021

Zu wenig Steckdosen im Haus? Die richtige Planung bringt Komfort und Sicherheit

Zu wenig Steckdosen im Haus? Die richtige Planung bringt Komfort und Sicherheit
© Elektro+

Fragen Sie sich, wie sicher die Elektroinstallation in Ihrem Haus ist? Folgende Dinge müssen Sie wissen: Je älter das Haus ist, desto schlechter ist, sollte keine Modernisierung stattgefunden haben, der Zustand von Kabeln, Leitungen, Schaltern und Steckdosen. Spätestens nach 35 Jahren sollte die elektrische Ausstattung überprüft und wenn nötig auf den neuesten Stand gebracht werden. Vor allem bei einem Immobilienkauf, einem Mieterwechsel, einer Renovierung oder bei Erweiterung der Elektroinstallation ist eine professionelle Überprüfung durch den E-CHECK eines Innungsfachbetriebes der Elektrohandwerke ratsam.

Genügend Steckdosen einplanen

Es gibt eine Mindestanzahl an Steckdosen, die in den Wohnräumen installiert sein sollte. Gerade in alten nicht modernisierten Häusern ist die Anzahl zu gering. Wurden 1955 zwei Steckdosen in Küche oder Wohnzimmer benötigt, sind es heute mindestens 8 Steckdosen. Es sollten allerdings nicht einfach zusätzliche Steckdosen installiert werden. Vielmehr muss auch überprüft werden, ob die vorhandenen Schutzeinrichtungen überhaupt Personen oder Anlagenteile schützen können. Die Umgestaltung von zum Beispiel einem Kinder- oder Jugendzimmer zu einem Arbeitszimmer erfordert bereits in der Planung Anpassungen für Stromversorgung und Installation von Netzwerktechnik.

Mehrfachsteckdosen ersetzen keinen Stromkreis

Um fehlende festinstallierte Steckdosen zu kompensieren, werden häufig Mehrfachsteckdosen eingesetzt. Im Durchschnitt befindet sich in 74 Prozent aller Küchen in Deutschland und in 86 Prozent der Wohnzimmer zumindest eine Mehrfachsteckdose. Mehrfachsteckdosen werden bei der Auslegung und Planung von Stromkreisen nicht berücksichtigt und können schnell zu einer unzulässigen Überlastung bis hin zum Brand führen.

Tipp

Es sollte pro Steckdose nur maximal eine Mehrfachsteckdose angeschlossen werden. Werden zwei oder gar drei Mehrfachsteckdosen miteinander verbunden, ist es möglich, dass Schutzeinrichtungen im Fehlerfall nicht schnell genug auslösen. Falls Sie doch einmal eine Mehrfachsteckdose nutzen sollten, achten Sie auf die Kennzeichnung mit dem VDE Prüfsiegel.

Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Broschüre von Elektro+ „Sicherheit der Elektroinstallation in Wohngebäuden“ unter https://www.elektro-plus.com/downloads oder unter https://www.elektro-plus.com/elektroplanung/raumplaner .

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