15. Oktober 2021

Auf der Suche nach Ihrem Traumhaus? Wertvolle Tipps, wie Sie prüfen können, ob die verbaute Elektroinstallation sicher ist Teil 1

Auf der Suche nach Ihrem Traumhaus? Wertvolle Tipps, wie Sie prüfen können, ob die verbaute Elektroinstallation sicher ist Teil 1
© Elektro+

Steigende Mieten, Familienzuwachs, der Wunsch nach Veränderung – es gibt viele Gründe, ein Haus kaufen zu wollen. Vor allem alte Häuser können einen gewissen Charme haben. Knarzende Dielen, hohe Decken, wunderschöner Stuck, Flügeltüren oder große Fenster machen das besondere Wohnfeeling aus. Vielleicht haben auch Sie vor eine ältere Immobilie zu erwerben? Dann sollten Sie sich nicht nur von der Schönheit des Gebäudes verzaubern lassen, sondern vorher auch dringend prüfen, wie der Zustand der vorhandenen Elektroinstallation ist. Denn nur, wenn die Ausstattung hier auf dem aktuellen Stand ist, können Sie auch den Komfort genießen, den Sie sich wünschen. Doch wie finden Sie heraus, ob der Zustand der elektrischen Anlage den aktuellen Standards entspricht? Damit Sie das prüfen können, müssen Sie bestimmte Gegebenheiten des Bauwerks im Blick behalten. Die Initiative Elektro+ hat Ihnen daher einige wertvolle Tipps zusammengestellt, mit denen Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen können:

Wie alt ist die Immobilie?

Fragen Sie nach! Handelt es sich um eine Immobilie, die älter als 35 Jahre ist und noch nicht modernisiert wurde, dann sollten Sie den Zustand von Kabeln, Leitungen, Schaltern und Steckdosen kontrollieren lassen. In rund 34 Prozent der Eigenheime und etwa 47 Prozent der Mietbauten, die älter als 35 Jahre alt sind, fand noch keine elektrische Sanierung statt, so eine Studie des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI). Fragen Sie den Vorbesitzer, wann er das letzte Mal etwas an der Elektroanlage getan hat und was genau modernisiert wurde.

Wie ist der Zustand der Elektroinstallation?

Auch für Laien gibt es Hinweise auf die mangelnde Sicherheit einer Elektroinstallation: Veraltete Zähleranlagen sind meist durch ihre schwarze Farbe zu erkennen. Schraubsicherungen deuten ebenfalls darauf hin, dass die Installation deutlich veraltet ist. Defekte Steckdosen haben oft eine gebrochene Abdeckung oder ein dunkel verfärbtes Innenleben. Auch stark vergilbte Drehlichtschalter und Leitungen, bei denen die Isolation beschädigt ist, sind Anzeichen dafür, dass Handlungsbedarf besteht. Auch bei Lichtschaltern und Steckdosen sollten Sie genau hinschauen. Selbst, wenn diese modern erscheinen, heißt das nicht automatisch, dass die Elektroleitungen in einem guten Zustand sind. Häufig wird nämlich nur in die Modernisierung von deutlich sichtbaren Komponenten investiert. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt die Initiative Elektro+, die Installation mit einem professionellen E-Check durch eine Elektrofachkraft überprüfen zu lassen.

Gibt es ausreichend Steckdosen?

Zählen Sie nach! Checken Sie wie viele Steckdosen sich in den Wohnräumen befinden. Es gibt eine Mindestanzahl an Steckdosen, die installiert sein sollte. Wurden 1955 zwei Steckdosen in Küche oder Wohnzimmer benötigt, sind es heute mindestens acht. Gerade in alten nicht modernisierten Häusern ist die Anzahl zu gering. Ist dies der Fall, sollten Sie allerdings nicht einfach zusätzliche Steckdosen installieren. Vielmehr muss auch überprüft werden, ob die vorhandenen Schutzeinrichtungen überhaupt Personen oder Anlagenteile schützen können. Auch Mehrfachsteckdosen sind keine Lösung, ganz abgesehen davon, dass sie auch Stolperfallen darstellen. Pro Steckdose sollte maximal nur eine Mehrfachsteckdose angeschlossen werden. Verbinden Sie zwei oder gar drei Mehrfachsteckdosen miteinander, ist es möglich, dass Schutzeinrichtungen im Fehlerfall nicht schnell genug auslösen, was im schlimmsten Fall zu einem Brand führen kann. Benötigen Sie doch einmal eine Mehrfachsteckdose, dann achten Sie auf die Kennzeichnung mit dem VDE Prüfsiegel.

Detaillierte Informationen zur „Sicherheit der Elektroinstallation in Wohngebäuden“ gibt es in einer Broschüre der Initiative Elektro+. Ist die Traumimmobilie gekauft und steht eine Modernisierung der Elektroanlage an, gibt der „Modernisierungsratgeber“ wertvolle Tipps und Hinweise. Interessierte können beide Broschüren unter www.elektro-plus.com kostenlos herunterladen.

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