13. Mai 2020

Vorsicht bei Steckdosenleisten

Vorsicht bei Steckdosenleisten
© Elektro+/Busch-Jaeger

Jeder kennt das: Gibt es zuhause nicht ausreichend Steckdosen, um alle Geräte anschließen zu können, greifen wir gerne zu Mehrfachsteckdosen. Damit kann die vorhandene Elektroinstallation schnell und unkompliziert um ein paar Steckdosen erweitert werden. Was viele allerdings nicht wissen: Bei falscher Handhabung kann diese vermeintlich einfache Lösung schnell zu einer Gefahr werden. Denn häufig finden an den Steckdosenleisten zu viele verbrauchsintensive Geräte gleichzeitig Anschluss. Als Konsequenz drohen Überhitzung und Brandgefahr.

Besonders gefährlich wird es, wenn mehrere Steckdosenleisten hintereinander geschaltet werden. Denn die Wattzahlen der angeschlossenen Geräte addieren sich. So kommt es schnell zu einem sehr hohen Stromfluss, der die zulässige Belastungsgrenze der direkt hinter der Wandsteckdose geschalteten Steckdosenleiste übersteigt.

Von Anfang an bedarfsgerecht planen

Da eine feste Installation in der Wand immer die sichere Lösung ist, sollten bei einem Neubau oder einer umfassenden Modernisierung ausreichend viele Steckdosen und Stromkreise eingeplant werden. Im Zweifel lieber eine Steckdose zu viel als zu wenig. Vor allem Steckdosen mit integrierten USB-Anschlüssen sind praktisch: Sie ermöglichen das gleichzeitige Aufladen von unterschiedlichen Elektrogeräten und sparen dadurch Platz ein. Auf der sicheren Seite ist außerdem, wer Elektroinstallationsrohre verlegt. Durch diese lassen sich später ohne erneute Stemm- und Verputzarbeiten weitere Leitungen ziehen, wenn sich der Bedarf und die Nutzungsgewohnheiten der Bewohner ändern.

Auf geprüfte Markenprodukte setzen

Welche Lösung gibt es aber für den Fall, dass die Steckdosen in bestehenden Wohnungen und Häusern nicht ausreichen? Setzen Sie in dieser Situation auf Steckdosenleisten von Markenherstellern und achten Sie auf ein dickes Anschlusskabel und das VDE-Prüfsiegel. Sollen die mobilen Steckdosen empfindliche Geräte wie Fernseher mit Strom versorgen, sollten Produkte mit integriertem Überspannungsschutz zum Einsatz kommen. Berücksichtigen Sie außerdem die Angaben des Herstellers zur Höchstbelastung.

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