26. Oktober 2018

Bestandsschutz? Sicherheit geht vor!

Bestandsschutz? Sicherheit geht vor!
© ELEKTRO+

Veraltete Zähleranlage, beschädigte Leitungen oder überlastete Stromkreise – wer in einem Altbau wohnt, kommt meist nicht an einer Elektromodernisierung vorbei. Da viele Eigentümer aber hohen Aufwand und Kosten fürchten, berufen Sie sich auf den Bestandsschutz. Doch was bedeutet das eigentlich? Und kann Bestandsschutz in Bezug auf die elektrische Anlage wirklich geltend gemacht werden?

Der Begriff stammt aus dem öffentlichen Baurecht, eine klare Definition in Bezug auf die Elektroinstallation gibt es jedoch nicht. Grundsätzlich spricht man in folgender Situation von Bestandsschutz: Eine bauliche Anlage, die einmal legal war, darf auch dann weiter genutzt werden, wenn die Anforderungen sich verändert haben. Doch der finanzielle Aspekt sollte beim Thema Sicherheit niemals im Vordergrund stehen. Wir empfehlen eine Prüfung durch einen Elektrofachmann: Dieser kann genau ermitteln, ob die elektrische Anlage komplett oder nur teilweise angepasst werden muss oder ob sie sogar bedenkenlos unverändert weiterbetrieben werden darf. Im Zweifelsfall gilt: Anpassung geht vor Bestandsschutz! Und für elektrische Anlagen, die älter als 40 Jahre sind, kann der Bestandsschutz grundsätzlich nicht mehr geltend gemacht werden.

Übrigens: Eine komplette Modernisierung der elektrischen Anlage macht diese nicht nur sicher, sondern vor allem auch zukunftsfähig. Denn dann ist auch der Einsatz von neuen Technologien möglich, beispielsweise dezentrale Energiesysteme wie Photovoltaik und Wärmepumpen, Elektromobilität oder Smart-Home-Anwendungen.

Vertiefende Informationen zum Thema Bestandsschutz finden Interessierte in unserer kostenlosen Broschüre: https://www.elektro-plus.com/downloads/auswahl?did=132

Sicherheit Elektromodernisierung