16. Juli 2018

Gefahr Steckdosenleisten

Gefahr Steckdosenleisten
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In fast jedem Haushalt sind sie zu finden: Mehrfachsteckdosen, die im Handumdrehen die vorhandene Elektroinstallation um zwei, drei oder sogar mehr Steckdosen erweitern. So praktisch diese Lösung auch ist, verkennen viele Verbraucher die Gefahr, die von ihnen ausgeht. Denn häufig finden an den Steckdosenleisten zu viele verbrauchsintensive Geräte gleichzeitig Anschluss – es drohen Überhitzung und Bandgefahr.

Besonders kritisch ist es, wenn mehrere Steckdosenleisten hintereinander geschaltet werden. Denn die Wattzahlen der angeschlossenen Geräte addieren sich. So kommt es schnell zu einem sehr hohen Stromfluss, der die zulässige Belastungsgrenze der direkt hinter der Wandsteckdose geschalteten Steckdosenleiste übersteigt.

Von Anfang an bedarfsgerecht planen

Sicherer ist immer eine feste Installation in der Wand mit einer ausreichenden Zahl an Steckdosen und Stromkreisen. Planen Sie daher bei einem Neubau oder einer umfassenden Modernisierung lieber die eine oder andere Steckdose mehr ein. Auf der sicheren Seite ist außerdem, wer Elektroinstallationsrohre verlegt. Durch diese lassen sich später ohne erneute Stemm- und Verputzarbeiten weitere Leitungen ziehen, wenn sich der Bedarf und die Nutzungsgewohnheiten der Bewohner ändern.

Auf geprüfte Markenprodukte setzen

Aber was sollte man in bestehenden Wohnungen und Häusern tun, wenn die Steckdosen in der Wand nicht ausreichen? Setzen Sie in diesem Fall auf Steckdosenleisten von Markenherstellern und achten auf ein dickes Anschlusskabel und das VDE-Prüfsiegel. Sollen die mobilen Steckdosen empfindliche Geräte wie Fernseher mit Strom versorgen, sollten Produkte mit integriertem Überspannungsschutz zum Einsatz kommen. Berücksichtigen Sie außerdem die Angaben des Herstellers zur Höchstbelastung.

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