20. Juli 2018

Datensicherheit im Smart Home

Datensicherheit im Smart Home
© Elektro+/Gira

So komfortabel Smart-Home-Systeme auch sind, birgt die Vernetzung der Haustechnik auch das Risiko eines Angriffs durch Hacker. Schließlich tauschen die smarten Geräte ständig Signale und Daten untereinander aus. Wer jedoch ein paar grundlegende Regeln beachtet, kann die Sicherheit im Smart Home deutlich erhöhen und die persönlichen Daten vor Manipulation und Zugriff von außen wirksam schützen.

Fachgerechte Installation

Wichtigste Voraussetzung für verlässlichen Datenschutz ist eine fachgerechte Installation. Wenden Sie sich für die Planung einer Hausautomation am besten direkt an einen Elektrofachmann. Dieser übernimmt nicht nur den professionellen Einbau der einzelnen Geräte, sondern legt auch die Basis für eine sichere IT-Infrastruktur. Der Experte kann Sie außerdem umfassend zu einem gewerkeübergreifenden und damit lückenlosen Sicherheitskonzept beraten und auch die Realisierung übernehmen. Wichtig: Da der Fachmann bei Arbeiten am Netzwerk persönliche Daten wie An- und Abwesenheitszeiten, Nutzerverhalten oder Kamerabilder einsehen kann, treffen Sie mit ihm vertragliche Vereinbarungen zum Schutz Ihrer Privatsphäre.

Starke Passwörter wählen

Entscheidend ist außerdem die Vergabe von starken Passwörtern. Lassen Sie – wie auch beim PC oder WLAN-Netzwerk – die voreingestellten Passwörter nicht unverändert, sondern legen Sie neue, sichere Passwörter fest, idealerweise mit Buchstaben, Zahlen und Symbolen. Für zusätzlichen Schutz können Sie die Passwörter außerdem in regelmäßigen Abständen wechseln. Nutzen Sie außerdem alle verfügbaren Sicherheitseinstellungen des Systems wie Datenverschlüsselung, Authentifizierung oder Adressfilter. Natürlich sollte auch das eigene IT-Netzwerk vor Unbefugten geschützt sein, beispielsweise durch eine Firewall. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich vom Fachmann ein Virtual Private Network (VPN) einrichten. Dieses sorgt für eine sichere Verschlüsselung der Kommunikation zwischen Nutzer und Server.

Für Funklösungen sind höhere Sicherheitsstandards erforderlich. Hier ist es ratsam, auf die Verschlüsselungsmethode WPA2 zu setzen – detaillierte Infos und Hilfe dazu bekommen Sie bei Ihrem Elektrofachmann.

Mit Updates immer auf dem neusten Stand

Darüber hinaus bieten die Anbieter von Smart-Home-Lösungen regelmäßig Uptades an, mit denen Sicherheitslücken geschlossen werden und das System auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht wird. Wichtig ist auch die physische Absicherung der Smart-Home-Technik. Achten Sie im Außenbereich darauf, dass alle Kommunikationsleitungen und Geräte wie Kameras oder Beleuchtung so angebracht werden, dass Dritte keinen direkten Zugriff darauf haben.

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