09. August 2018

Beim Neubau die richtige Basis legen – Tipps zu Stromanschluss und Stromkreisen

Beim Neubau die richtige Basis legen – Tipps zu Stromanschluss und Stromkreisen
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Beim Neubau die richtige Basis legen – Tipps zu Stromanschluss und Stromkreisen

Von Baustellenanschluss bis zur Platzierung einzelner Steckdosen und Schalter – als Bauherr muss man hinsichtlich der elektrischen Anlage viele Entscheidungen treffen und unterschiedlichste Aspekte berücksichtigen. Lesen Sie hier, wie Sie die Basis für eine moderne und zukunftssichere Elektroinstallation legen. Für ausführliche Beratung und die konkrete Planung wenden Sie sich am besten an einen Elektrofachbetrieb.

Ein Hausanschluss für alles

Der Platz für die Hausanschlüsse wird zusammen mit den örtlichen Versorgern für Strom, Telefon, Gas, Wasser und Fernwärme festgelegt. Eine Mehrsparten-Hauseinführung ist besonders zeit- und kostensparend. Über eine gemeinsame Einführung bezieht das neue Gebäude dann nicht nur seinen Strom sondern wird gleichzeitig auch an das Gas-, Wasser- und Kommunikationsnetz angeschlossen. Damit werden alle Versorgungsleitungen gebündelt durch nur eine Mauereinführung oder Kernbohrung in die Hausanschlussnische oder den entsprechenden Kellerraum mit der Hausanschlusswand eingeführt.

An Reserve-Zählerschränke denken

Setzen Sie bei der Wahl des Zählerschrankes auf Modelle mit Kommunikationsfeld. Denn diese nehmen die Kommunikationsschnittstellen für eine mögliche spätere Automatisierung des Hauses auf. Empfehlenswert sind zudem Reserveplätze für zusätzliche Zähler. Dadurch können später unkompliziert weitere Zähler etwa für Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge oder für eine PV-Anlage nachgerüstet werden.

Nicht an Stromkreisen sparen

Um Überlastungen des Stromnetzes zu vermeiden, sollte jeder Wohnbereich wie Küche, Bad, Wohn-, Ess- und Kinderzimmer seinen eigenen Stromkreis haben, der jeweils mit einem Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) und einem FI-Schutzschalter abgesichert ist. Zudem benötigen leistungsintensive Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler, Mikrowelle und Elektroherd jeweils einen eigenen Stromkreis. Empfehlenswert ist die Trennung der Licht- und Steckdosenstromkreise. Der Vorteil: Gibt es zum Beispiel wegen eines defekten Gerätes einen Kurzschluss an einer Steckdose, bleibt die Beleuchtung weiterhin in Betrieb.

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